Diary of a Nutritionist

Diary of a Nutritionist: My Daily Business #1

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[english version below]

In meinem letzten Beitrag ging es darum, wie ich zu meinem jetzigen Beruf gekommen bin. Man kann sich jedoch noch immer nicht vorstellen, was ich in einem Health Club/Fitness Studio zu suchen habe!

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Warum melden sich Leute in einem Fitness Studio an? Das ist eines der ersten Fragen, die ich all unsere Mitglieder frage. Die Antworten – so einheitlich wie ich meine Socken heute trage!                Die best-of’s sind: Ausgleich zum Job- zu lange keinen Sport gemacht – man fühlt sich unwohl – Hosen und Hemden kneifen – Partner zwingt einen dazu – der Arzt hat‘s empfohlen – ein Wettkampf steht an – Sauna… Bereits hier sieht man wie unterschiedlich die eigentlichen Bedürfnisse sein können. Und genau hier werden meine Nutritionistas und ich ebenso gefragt.

Wie läuft der erste Kontakt mit einem Ernährungscoach wie mir ab?

Jedes Mitglied bei Holmes Place bekommt eine Einführung. Wir nennen es intern die sogenannte „Member-Journey“. Neben einer Einheit mit dem Personal Trainer, einem 10-step-booklet mit dem motiviert wird so viel vom Angebot auszuprobieren wie möglich (diverse Kursstunden z.B.) darf/soll jeder auch eine Einheit mit dem Nutrition-Coach absolvieren. Im Prinzip werden alle Säulen eines gesunden Lebensstils abgedeckt- Fitness, Wellness, Ernährung.

Die sogenannte „Nutrition Introduction“ ist der erste richtige Kontakt zu einem neuen Mitglied, der für mich ganz besonders wichtig ist. Hier geht es darum, die individuellen Bedürfnisse, Ziele und Herausforderungen des Einzelnen zu identifizieren. Manch Außenstehender möge eventuell glauben, dass wir Ernährungs-Tanten von vorn herein Ernährungspläne aushändigen- falsch. 1. Kann nicht jeder rein umsetzerisch nicht viel mit einem vorgefertigten Plan anfangen und 2. Ist es sehr fraglich wieviel standardisierte Pläne / Mahlzeiten für jeden zielführend sind.

In dieser Einheit geht es um viel mehr als was „gesund und ungesund“ ist. Nachdem klar ist WARUM man nun bei uns Mitglied ist und was die kurz- und/oder langfristigen Ziele sind, kommt die Stunde der Wahrheit- wie gut bin ich beinander?

  1. „Körperanalyse“

Es gibt viele Messmethoden um die Körperkomposition zu analysieren. Ich habe auf der Uni mehrere Gold-Standards testen dürfen- war jedes Mal unterschiedlich fett. Super. Tatsache ist, egal ob BIA, BODPOD, Impedanzmessung oder Kaliper- es gibt überall einen Messfehler. Blöd ist es nur dann, wenn man die Messmethoden direkt miteinander vergleicht- das ist nicht repräsentativ.9EA30F8D-0B00-4188-8074-C1E03B029B0C.JPG

Im Holmes Place wird eine Tanita-Waage verwendet- das ist eine Impedanzmessung, welche über die Fußsohlen durchgeführt wird. Prinzip: Wasserleitfähigkeit im Körper. Das Ergebnis: Muskelanteil, Wasseranteil, Körperfett, GU etc. Alles in einem eine wunderbare Übersicht wie man körperlich beinander ist. Da sieht man dann wirklich, wie unnötig man sich nur auf das Körpergewicht versteifen kann! Wichtig ist mir nur bei den Messungen- die Uhrzeit notieren und festhalten, was die Person in den letzten 24h vorher gemacht hat. So kann die nächste Messung besser getimed werden! Die Messung selbst dauert nicht lange, man muss lediglich die Füße frei machen (manch Klient von mir zieht gerne mehr aus, aber das ist jedem das seine :-D).

  1. Erfassung der Motivation und Fixierung von Zielen

Nachdem die Werte gemeinsam durchbesprochen werden, frage ich NOCH EINMAL nach den persönlichen Zielen und auch, wie die Messung so angekommen ist. Manchmal verfeinern sich die Ziele hier noch ein wenig. Wenn das nun fixiert ist, geht’s noch tiefer: WARUM dieses Ziel/diese Ziele? Was steckt dahinter? Was für einen Antrieb gibt es dafür? Ziele setzen ist einfach, aber so richtig wissen WIESO man das will, ist manchmal nicht gleich klar. Sobald wir das haben, ist das Fundament für langfristige Motivation besser gelegt.

  1. Ernährungscheck

Nach der Körperanalyse geht’s nun um den Lebensstil. Ich frage immer nach der Trainings-Frequenz und -Art, gehe hier jedoch nicht ZU sehr in die Tiefe, da ich das meinen Kollegen, den Trainern überlasse. Um Herauszufinden, wie es um die Ernährung steht erörtere ich folgendes:A1E010B3-99DB-4E8C-A7BC-EC139CB99DDC.JPG

Welche Herausforderungen sind bei der eigenen Ernährung bekannt? – Wenn man etwas sofort ändern könnte, was wäre es? – Warum? – Wurden bereits Erfahrungen /Experimente gemacht, um etwas an der Ernährung zu verwenden? Wenn ja ,was? War es erfolgreich? – Wird eine bestimmte Ernährungsform praktiziert? Wenn ja, warum? Gibt es gesundheitliche Beschwerden, Unverträglichkeiten, Allergien etc.? – Ist es ein Anliegen die Ernährung zu optimieren? Wenn ja, was wäre dabei wichtig?

Und so weiter… wie man sieht geht es mir in Erster Linie nicht darum zu wissen was man täglich frühstückt. Das wäre dann das nächste, nach den täglichen Gewohnheiten zu fragen – wo, wann, wie wird gegessen- Wie schaut es mit Wasser, Beigetränken, Alkohol aus und so weiter. Aber da geht es dann schlussendlich auch um das WARUM.

Es werden viele Fragen gestellt und es wird viel zugehört. Jetzt sollte es eine „big picture“ geben. Und erst jetzt kann man wirklich ansetzen und individuelle Lösungsansätze bringen, falls erwünscht. Im nächsten Schritt kommt es in vielen Fällen dann zum erweiterten Ernährungs-Coaching, in regelmäßigen Abständen. Das ist eine optionale Leistung, die man bei mir, bzw. uns zusätzlich in Anspruch nehmen kann.

Fazit

Es gibt keine „One-Size“ was die Ernährung betrifft. Die Variablen sind so unterschiedlich- Alltag, Jobsituation, gesundheitlicher Status, Körperbautyp, Ziele, Psyche, Persönlichkeit. Wie bei wissenschaftlichen Studien, wird es immer jemanden & etwas geben, der/die die Norm sprengt und bisherige Erkenntnisse stürzt.

Als Coach, Consultant und Trainer jeder Form gibt es viel Verantwortung in Bezug auf individuelle Betreuung. Das ist gut so- und macht den Job umso interessanter!

Egal was das Ziel ist, und wie man beieinander ist- mir ist es ein Anliegen meinen Kunden ein Lächeln, aufs Gesicht zu zaubern und sie zu inspirieren. DAS ist mein WARUM.

2In my last post I told you about the little steps that led to my current job. I am pretty sure you still have no clue what I am up to in a gym!

Why do people sign up to a gym? That my friends is one of the very first questions I ask all my members. The answers to that? Well, they match just as much as the socks I am just wearing!!! These are the best-of: „It’s the balance to my job – I haven’t worked out for ages – I don’t feel happy or well in my skin – my clothes are too tight – my partner forced me to – my doctor advised me – I have a competition – I like steamrooms…“ As you can imagine, this is where it starts to get very individual, just like the person’s needs and goals. This is exactly were my nutrition girls and I jump in to help out too.

What happens when you meet a nutritionist like me?Processed with VSCO with hb1 preset

Every member at our Gym gets an introduction to our facilities and services. We call it the „member journey“. Next to a session with a personal trainer and a 10-step booklet to motivate our peeps to try as much of our classes as possible, every member gets to meet me or my team for a nutrition check. All in all, we cover three parts of a healthy lifestyle- fitness, spa, nutrition.

The so-called „nutrition introduction“ is the first real contact with new members/clients and I give this my full focus, since it is such an important moment for them and myself as a health professional. This appointment is about identifying individual needs, goals and challenges. Some outsider may think its all about handing out mealplans- nope, that would be too easy. Firstly, not everyone has the motivation or means to just stick to a meal plan and secondly, this doesn’t sound very individual or specialized does it?

In this session, it’s about much more than what is „healthy or unhealthy“. (Jesus, go ask google.) So- after clarifying WHY someone signed up to our health club and what shortterm and longterm goals could/should be, it’s time for the reality check -how is my physical health?

  1. Body-Analysis via simplified bioelectric impedance analysis

9EA30F8D-0B00-4188-8074-C1E03B029B0C.JPGThere are many ways to measure bodyfat etc. I got to try man different gold standards- the BodPod, Impedance analysis, calipers- my bodyfat was always a little different. Well great. The best way to do it is probably comparing a DEXA and a caliper measurement- the DEXA is quite expensive and the calipers can also vary, depending on how well they are used (and well, not all members may feel happy to have you pinch them several times…): In the end, it is not about comparing different results from different methods, ist about sticking to one of them and producing representative results.

We use a Tanita-Scale- this is an impedance analysis, which measures the electric conductivity via the feet. The results: an overview of bodyfat, water, lean body mass, BMR etc. So we have a great summary of the Status quo. I enjoy using this method, it’s stress-free, doesn’t take long and my clients only have to get their feet naked (well, one or the other may be overly precise and strip down a little more, but well, what ever).  I do try to get my clients to come back for the next measurement making sure it’s approximately the same situation like last time (timing-  before training- level of hydration the same etc.). When you get to do a test like this, it really puts your total weight into perspective.

  1. Evaluation of goals and identification of motives and motivation

After going through all the results, I ask about the goals AGAIN and also ask for feedback. Sometimes the goals are re-evaluated by the client, some details are added and so on. As soon as we have this, we dig deeper: WHY this/these goals? What’s the motive? What is going to give you your drive? Anyone can set goals, but do you always know WHY they are your goals? As soon as we have this, the foundation has been set to keep motivation levels higher for longer!

  1. Nutrition Check

After the bodyanalysis it’s time to focus on the individual lifestyle and nutrition. Regarding training and exercise, I only cover some basic questions and do not go too deep, since this is the personal trainers business. However to find out more about the person’s nutritional habits, I go through the following:A1E010B3-99DB-4E8C-A7BC-EC139CB99DDC.JPG

What challenges are you aware of when it comes to your own nutrition? – If you could instantly change somthing, what would it be? – Why? – Have you had any interesting experiences/ trials before, to change or modify your diet? If yes, then what and why? Was it successful? – Do you practice a specific eating style or diet? If yes, why? – Do you have any health issues, allergies, intolerances? – Is it your wish to optimize your nutrition? If yes, what would be crucial for this change and why? …

It goes on… as you can see it is not only about finding out what someones having for breakfast. That of course can be another thing to speak about- when, where and what do you eat at what occasion.. how is water consumption, other beverages, stress factors, cravings…

In the end I will always ask again: Why?

Many questions will be asked from both sides- and there is a lot of listening. By the time we are done, there is always a bigger picture to work with! Now is the time to take the next step and discuss future changes, adaptions and improvements. If applicable, there is the chance to use my professional help additionally. Very often the client will need that extra help and support- regular sessions are then fixed and off we go!

 

Bottom line

There is no one-size. There are so many different variables – daily routine, job situation, health status, body type, goals, psychological health, personality and preferences. Just like scientific evidence- there will always be someone to come along and prove something right or wrong.

As a coach, trainer or consultant of any type there is a lot of responsibility regarding personal needs and individual member care. And that’s great- that’s what makes this profession so exciting!

In the end – I look forward to every new session, every new member and guest. No matter what the goal may be- my motivation is to inspire, empower and educate!

 That my friends, is my WHY.

 

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